Was kostet Fensterputzen wirklich? Zeit, Ausrüstung und Risiko mitgerechnet

Ausrüstung zum Fensterputzen auf dem Fensterbrett eines Altbaus

Selbst Fenster putzen wirkt wie die günstigste Lösung. Ein Kübel Wasser, ein Tuch, ein freier Vormittag. Auf der Rechnung fehlen dabei aber einige Posten, die man erst bemerkt, wenn man mitten in der Arbeit steckt.

Dieser Ratgeber rechnet alles durch: wie viel Zeit ein Fenster wirklich braucht, welche Ausrüstung sich ansammelt, welches Risiko auf der Leiter mitkommt und wie ein Fensterputzer abrechnet. Konkrete Beträge nennen wir nicht, denn die Rechnung hängt an Ihren Fenstern und an Ihrer Zeit.

Der Ostermontag in einer Altbauwohnung in Wien-Währing. Frau Pichler hat sich den Vormittag freigehalten. Sechs Fenster, das sollte bis Mittag erledigt sein.

Um elf Uhr steht sie erst beim zweiten Fenster. Jedes davon ist ein Kastenfenster, also zwei Fenster hintereinander. „Das sind ja nicht sechs Fenster, das sind vierundzwanzig Glasflächen.“

Genau hier beginnt die eigentliche Rechnung. Nicht beim Preis eines Fensterputzers, sondern bei der Frage, was die eigene Arbeit tatsächlich kostet.

Zuerst zählen: Wie viel Glas haben Sie wirklich?

Die Zahl der Fenster sagt wenig über den Aufwand. Entscheidend ist, wie viele Flügel und Scheiben dahinterstecken und wie gut Sie an sie herankommen.

  • Kastenfenster im Gründerzeithaus haben innen und außen je zwei Flügel. Das ergibt acht Glasseiten pro Fenster.
  • Sprossenfenster teilen die Scheibe in viele kleine Felder mit vielen Kanten.
  • Dachfenster lassen sich drehen, sind aber oft schwer zu erreichen.
  • Balkontüren und Glasschiebetüren sind groß und zeigen jeden Streifen im Gegenlicht.

Schreiben Sie sich vor der Entscheidung kurz auf, was im Haus oder in der Wohnung wirklich an Glas vorhanden ist. Die Liste ist oft länger als erwartet.

Auch die Lage zählt. Ein Fenster im Erdgeschoß zur Gartenseite ist rasch erledigt. Ein Fenster im zweiten Stock über dem Gehsteig verlangt Vorsicht, Zeit und oft eine zweite Person, die die Leiter hält.

Die Zeit: realistisch statt optimistisch

Wer täglich Fenster putzt, braucht für ein zweiflügeliges Fenster innen und außen samt Rahmen etwa 15 bis 20 Minuten. Bei einem Kastenfenster sind es eher 30 bis 40 Minuten. Wer das nur zweimal im Jahr macht, liegt deutlich darüber.

Dazu kommen Arbeiten, die in keiner Schätzung stehen. Vorhänge abnehmen, Pflanzen vom Fensterbrett räumen, Wasser wechseln, Tücher auswaschen und am Ende den Boden wischen.

Ein Einfamilienhaus mit vielen Fenstern füllt so leicht einen ganzen Tag. Die Glasfläche ist nur der sichtbare Teil der Arbeit.

Warum klare Scheiben mehr verlangen als Fleiß

Viel Wasser und kräftiges Reiben ergeben noch kein klares Glas. Streifen entstehen, wenn der Reiniger antrocknet, bevor der Abzieher kommt. Auch zu viel Mittel im Wasser hinterlässt einen Film.

In manchen Regionen Österreichs ist das Leitungswasser recht hart. Der Kalk bleibt nach dem Trocknen als matter Schleier zurück, vor allem an Südfenstern in der prallen Sonne.

  • Bei bedecktem Himmel oder am späten Nachmittag arbeiten, nicht zu Mittag in der Sonne.
  • Wenig Mittel nehmen und das Wasser oft wechseln.
  • Den Abzieher in einem Zug führen und die Gummilippe nach jeder Bahn abwischen.
  • Die Ränder zum Schluss mit einem trockenen Tuch nacharbeiten.

Wer das erst lernen muss, putzt manche Scheibe zweimal. Übung spart mehr Zeit als jedes Spezialmittel.

Was sich im Putzkasten ansammelt

Mit Spülmittel und einem alten Geschirrtuch werden Scheiben selten streifenfrei. Wer ein gutes Ergebnis will, kauft nach und nach dazu.

  • Einwascher und Abzieher in passender Breite.
  • Mikrofasertücher und ein fusselfreies Poliertuch für die Ränder.
  • Ein Kübel, in den der Einwascher passt.
  • Eine stabile Haushaltsleiter, eventuell eine Teleskopstange.
  • Ersatzgummis, Glasreiniger und ein milder Rahmenreiniger.

Die Ausrüstung hält zwar mehrere Jahre, wird aber nur an wenigen Tagen benutzt. Dazu braucht sie Platz im Abstellraum oder im Kellerabteil.

So läuft eine Fensterreinigung vor Ort ab

Fenster putzen lassen statt selbst rechnen

Anfrage stellen, rasche Antwort erhalten, Termin meist in 2 bis 5 Tagen

Ihre Stunde hat auch einen Wert

Der Posten, den kaum jemand ansetzt, ist die eigene Zeit. Ein Samstag mit Fensterputzen ist ein Samstag ohne Familie, Sport oder Erholung.

Eine einfache Gegenrechnung hilft. Überlegen Sie, welchen Wert eine freie Stunde für Sie hat, und multiplizieren Sie ihn mit den Stunden, die Sie für Ihre Fenster wirklich brauchen.

Der Vergleich lautet dann nicht mehr „gratis selbst oder bezahlt putzen lassen“. Er lautet: Ihre Zeit plus Ausrüstung gegen die Stunden eines Reinigungspartners.

Leiter, Fensterbrett, Hochparterre: das unterschätzte Risiko

Zu den Kosten gehört auch, was passieren kann. Wer sich weit aus dem Fenster lehnt oder auf dem Fensterbrett balanciert, setzt mehr aufs Spiel als ein paar Streifen.

Ein Sturz von der Leiter endet schnell mit einem Anruf bei der Rettung unter 144. Halten Sie deshalb einige Grundregeln ein:

  • Nie auf Fensterbrett, Heizkörper oder Sessel steigen.
  • Die Leiter auf festem, ebenem Boden aufstellen und nicht seitlich hinauslehnen.
  • Außenflächen, die Sie nicht sicher erreichen, lieber auslassen.
  • Für hoch gelegene Fenster keine längere Leiter improvisieren, sondern vorher eine sichere Lösung klären, etwa Teleskopstange oder Gerüst.

Wichtig: Die Reinigungspartner von Mr. Cleaner arbeiten mit der Leiter bis etwa 3 Meter. Was höher liegt, wird nach Absprache mit Gerüst erledigt und gesondert verrechnet.

Was falsche Pflege an Rahmen und Dichtungen kostet

Scharfe Mittel, Scheuerschwämme oder eine Klinge an der falschen Stelle hinterlassen Spuren. Kratzer im Glas und spröde Dichtungen kosten am Ende mehr als jede Reinigung.

Holzrahmen im Altbau vertragen kein stehendes Wasser. Kunststoffrahmen werden durch Lösungsmittel matt. Ein mildes Mittel und ein weiches Tuch schonen beide.

Saubere Fenster halten auch länger. Schmutz und Blütenstaub in der Falz greifen auf Dauer die Dichtungen an, verstopfte Entwässerungsschlitze lassen Wasser stehen. Wer Rahmen und Falz mitreinigt, schützt den Wert der Fenster.

Wie die einzelnen Arbeitsschritte richtig gehen, zeigt unser Ratgeber zum Thema Fenster richtig putzen.

So rechnet ein Fensterputzer ab

Über Mr. Cleaner wird die Fensterreinigung auf Stundenbasis abgerechnet, die Buchung gilt ab 2 Stunden. Rahmen, Falz und Fensterbänke gehören dazu. Jalousien und Rollos werden auf Wunsch mitgereinigt.

Kommen zwei Personen statt einer, wird es nicht teurer. Sechs Arbeitsstunden bleiben sechs Stunden, die Zeit vor Ort ist nur kürzer. An Sonntagen gilt ein Zuschlag von 100 %.

Bei einem großen Haus mit vielen Glasflächen kommt ein Reinigungspartner zu einer kostenlosen Besichtigung. Danach erhalten Sie einen festen Preis. Für Schäden ist der Reinigungspartner versichert. Berechtigte Mängel werden kostenlos nachgereinigt.

Fensterreinigung im Einsatz

Reinigungspartner putzt Fensterflügel innen und außen

Ihre Zeit für Wichtigeres

Abrechnung auf Stundenbasis, Buchung ab 2 Stunden

Wann sich der Fensterputzer rechnet

Zwei, drei gut erreichbare Fenster putzt man rasch selbst. Bei Kastenfenstern, vielen Flügeln, hohen Scheiben oder knapper Freizeit kippt die Rechnung. Beide Wege stellt unser Ratgeber Fenster putzen oder Fensterputzer beauftragen gegenüber.

Wenn Sie es abgeben möchten, finden Sie über Mr. Cleaner einen Fensterputzer aus Ihrer Nähe. Sie stellen eine Anfrage und bekommen rasch eine Antwort. Der Termin ist meist in 2 bis 5 Tagen möglich.

Fazit: Gratis ist nur das Wasser

Die eigentlichen Kosten des Fensterputzens stecken in Zeit, Ausrüstung, Risiko und dem Ergebnis. Wer alle Posten ansetzt, entscheidet nicht nach Gefühl, sondern nach seiner eigenen Rechnung.

Frau Pichler hat ihre Kastenfenster an jenem Ostermontag fertig bekommen, um halb sechs am Abend. Im Herbst hat sie vorher gezählt und anders entschieden.

Dark green decorative wave