Airbnb-Reinigung: So kommt Ihre Unterkunft zu 5-Sterne-Bewertungen

Titelbild: gemachtes Bett und aufgeräumtes Zimmer einer Ferienwohnung

Auf Plattformen wie Airbnb entscheidet die Bewertung darüber, ob die nächste Buchung kommt. Sauberkeit ist dabei eine eigene Kategorie und fließt direkt in den Gesamteindruck ein. Ein einzelnes Haar im Badezimmer kann einen Stern kosten.

Dieser Ratgeber zeigt, worauf Gäste bei der Sauberkeit achten, welche Stellen beim Gästewechsel oft übersehen werden und wie Sie als Gastgeberin oder Gastgeber in Österreich die Reinigung planen.

Wechseltag Mitte Februar in Schladming. Die Gäste aus den Niederlanden reisen um zehn Uhr ab, die nächste Familie kommt um drei. Dazwischen liegen fünf Stunden, ein Berg Bettwäsche und nasse Skischuhspuren im Vorzimmer.

Die Vermieterin schaut auf die Uhr. „Wenn jetzt irgendwo ein Fleck übersehen wird, steht er morgen in der Bewertung.“

Warum entscheidet Sauberkeit über die Bewertung?

Gäste betreten eine fremde Wohnung und prüfen sie in den ersten Minuten. Sie schauen ins Bad, auf die Bettwäsche und in die Küche. Ein schlechter erster Eindruck färbt auf alles andere ab.

Bei Airbnb wird Sauberkeit separat mit Sternen bewertet. Schwache Werte in dieser Kategorie drücken den Gesamtschnitt, und Interessenten lesen genau diese Kommentare.

Dazu kommt der Geruch. Eine Wohnung kann sauber aussehen und trotzdem nach Rauch, Essen oder feuchten Handtüchern riechen. Gäste beschreiben das in Bewertungen erstaunlich genau.

Umgekehrt verzeihen Gäste einiges, wenn Bad und Küche tadellos sauber sind. Eine kleine Küche oder ein lauter Innenhof wiegen weniger, wenn die Wohnung gepflegt wirkt.

Welche Stellen schauen Gäste genau an?

Manche Bereiche fallen stärker auf als andere. Bad und Bett sind die heikelsten Zonen, weil dort Spuren von Vorgängern besonders unangenehm sind.

  • Badezimmer: Haare im Abfluss, Kalk an der Armatur, Seifenreste in der Dusche
  • Schlafzimmer: frische Bettwäsche, keine Flecken auf Kopfpolster und Decke, Staub unter dem Bett
  • Küche: sauberer Kühlschrank, keine Krümel in Laden, saubere Kaffeemaschine
  • Kleinigkeiten: Fernbedienung, Lichtschalter, Türgriffe und der Mistkübel

Auch der Balkon oder die Terrasse gehören dazu. Verstaubte Gartenmöbel und Zigarettenstummel im Blumentrog wirken wie ein vergessener Raum. Im Winter gilt dasselbe für den Skiraum und die Schuhablage.

Im Winter ist das Vorzimmer ein eigenes Thema. Rollsplitt, Schneematsch und Streusalz landen auf Boden und Türmatte. Eine saubere Schuhablage zeigt Gästen gleich beim Ankommen, dass jemand mitgedacht hat.

Wer Haustiere erlaubt, sollte besonders auf Haare achten. Allergiker bemerken sie sofort, auch wenn sie kaum zu sehen sind.

Gäste merken selten, was sauber ist, aber sofort, was schmutzig ist.

So arbeitet ein Reinigungspartner vor Ort

Grundreinigung zum Saisonstart anfragen

Einmaliger Einsatz für Ihre Ferienwohnung, mit rascher Antwort

Wie sieht eine gute Checkliste für den Gästewechsel aus?

Eine schriftliche Liste verhindert, dass im Zeitdruck etwas vergessen wird. Wer immer in derselben Reihenfolge arbeitet, wird schneller und übersieht weniger. Ein bewährter Ablauf von oben nach unten und von hinten nach vorne:

  1. Fenster öffnen und lüften, Mist einsammeln
  2. Betten abziehen, Handtücher und Geschirrtücher einsammeln
  3. Küche: Geschirr, Kühlschrank, Herd, Arbeitsflächen
  4. Bad: WC, Dusche, Waschbecken, Spiegel, Abfluss
  5. Staub wischen, Lichtschalter und Griffe abwischen
  6. Böden saugen und feucht wischen, zuletzt das Vorzimmer
  7. Betten frisch beziehen und Verbrauchsmaterial auffüllen

Gut zu wissen: Ein kurzer Kontrollgang mit dem Blick eines Gastes lohnt sich am Ende immer. Setzen Sie sich aufs Sofa, öffnen Sie jede Lade und schauen Sie in die Dusche.

Wer nicht selbst putzt, kann sich die erledigte Liste mit ein paar Fotos schicken lassen. So sehen Sie auch aus der Ferne, ob alles erledigt ist. Fehlt etwas, bleibt bis zum Check-in noch Zeit zum Nachholen.

Welche Hygieneregeln gelten in Bad und Küche?

Hygiene heißt beim Gästewechsel vor allem: nichts vom Vorgänger bleibt zurück. Gäste wollen sicher sein, dass Gläser, Geschirrtücher und Duschablage wirklich frisch sind.

  • Für WC, Bad und Küche getrennte Tücher verwenden, am besten in verschiedenen Farben.
  • Kontaktflächen wie Spülknopf, Armaturen und Kühlschrankgriff bei jedem Wechsel abwischen.
  • Geschirrschwamm und Spülbürste laufend tauschen statt auswaschen.
  • Angebrochene Lebensmittel der Vorgänger entsorgen, auch wenn sie noch gut aussehen.

Desinfektionsmittel sind nur an wenigen Stellen nötig, etwa am WC. Sauberes Wischen mit frischem Tuch bringt im Alltag mehr als viel Chemie. Starke Gerüche nach Reiniger wirken auf manche Gäste sogar abschreckend.

In der Küche lohnt ein Blick in Geschirrspüler, Wasserkocher und Backrohr. Dort bleiben Reste gern unbemerkt, bis der nächste Gast sie findet.

Was hilft bei knappen Wechselzeiten?

Zwischen Check-out und Check-in bleiben oft nur wenige Stunden. Gute Vorbereitung spart dabei mehr Zeit als schnelles Putzen. Ein zweiter Satz Bettwäsche und Handtücher pro Bett sollte fix eingeplant sein.

  • Reinigungsmittel und Tücher in der Wohnung lagern, etwa in einem eigenen Kasten.
  • Pflegeleichte Oberflächen wählen, die keine Streifen zeigen.
  • Wenig Deko, die abgestaubt werden muss.
  • Fotos vom Sollzustand machen, damit jeder weiß, wie es aussehen soll.

Arbeit im Team aufteilen

Zu zweit geht der Wechsel deutlich rascher, wenn die Aufgaben klar verteilt sind. Eine Person übernimmt Bad und Küche, die andere Betten, Staub und Böden. So stehen sich beide nicht im Weg.

Wer allein arbeitet, startet mit dem Bad. Während dort ein Kalkreiniger einwirkt, lassen sich die Betten abziehen und die Küche erledigen.

Für die Bettwäsche braucht es eine eigene Lösung. Viele Gastgeber arbeiten mit einer Wäscherei oder Putzerei zusammen, die abholt und liefert.

Hilfreich ist auch ein kleiner Vorrat an Ersatzteilen. Ein Duschvorhang, ein WC-Sitz und ein paar Polsterbezüge retten den Wechsel, wenn etwas kaputt oder fleckig ist.

Saisonende als Chance nutzen

In Tourismusregionen gibt es ruhige Wochen zwischen Winter- und Sommersaison. Diese Zeit eignet sich für alles, was beim schnellen Wechsel liegen bleibt. Dazu gehören Fenster, Kästen innen, Backrohr, Teppiche und Polstermöbel.

Eine solche Grundreinigung geht dorthin, wo beim Wechsel keine Zeit bleibt. Kalk in Fugen, Fett hinter dem Herd und Staub auf Kastenoberseiten verschwinden in einem Durchgang. Danach hält der Standard beim schnellen Wechsel wieder länger.

  • Fenster samt Rahmen und Fensterbänken putzen.
  • Fliesenfugen und Duschtrennwand entkalken.
  • Flecken der Saison auf Teppichen und Sofa mit einer eigenen Teppich- oder Polsterreinigung beseitigen.
  • Lampen, Vorhangschienen und Heizkörper entstauben.

Wie bleibt die Unterkunft in Erinnerung?

Sauberkeit ist die Grundlage, der Eindruck entsteht durch Details. Gäste erinnern sich an eine Wohnung, die vorbereitet wirkt. Dafür braucht es keine teuren Geschenke.

  • Straff bezogene Betten und ordentlich gefaltete Handtücher.
  • Eine kurze Willkommensnotiz mit WLAN, Mülltrennung und einem Tipp für das Gasthaus ums Eck.
  • Frische Luft statt Raumduft, der Gerüche nur überdeckt.
  • Funktionierende Glühbirnen und eine volle Rolle Klopapier als Reserve.

Ein Foto nach jedem Wechsel hilft beim Vergleich. Fällt in einer Bewertung Kritik, lässt sich so nachvollziehen, wie die Wohnung übergeben wurde.

Wer auf Kritik in Bewertungen sachlich antwortet und den Mangel behebt, gewinnt das Vertrauen der nächsten Gäste.

Was gilt für Ferienwohnungen in Österreich?

Kurzzeitvermietung ist in Österreich nicht überall ohne Weiteres erlaubt. Je nach Bundesland und Gemeinde gelten eigene Regeln, etwa für Wohnzonen in Wien oder für Zweitwohnsitze in Tourismusgemeinden.

In Eigentumswohnungen können auch die anderen Eigentümer mitreden. Mieter brauchen in der Regel die Zustimmung der Vermieterseite, bevor sie untervermieten.

Dazu kommt die Ortstaxe beziehungsweise Nächtigungsabgabe, die je nach Land unterschiedlich geregelt ist. Klären Sie diese Punkte mit Gemeinde oder Magistrat, bevor die ersten Gäste kommen.

Die Hausordnung gilt auch für Gäste. Ein kurzer Hinweis zur Mülltrennung und zu den Ruhezeiten im Stiegenhaus erspart Ärger mit den Nachbarn.

Reinigungspartner im Einsatz

Reinigungspartner bei der Grundreinigung einer Wohnung

Die Wohnung vor der Saison auf Stand bringen

Termin meist in 2 bis 5 Tagen

Wann sich Hilfe lohnt

Den laufenden Gästewechsel organisieren Gastgeber meist selbst oder mit einer festen Kraft vor Ort. Für einmalige Einsätze ist zusätzliche Hilfe sinnvoll, etwa für eine Grundreinigung vor der Wintersaison oder nach dem Saisonende im Herbst.

Mr. Cleaner vermittelt dafür lokale Reinigungspartner.

Abgerechnet wird auf Stundenbasis, gebucht wird ab 2 Stunden, der Termin ist meist in 2 bis 5 Tagen möglich. Für Schäden ist der Reinigungspartner versichert.

Eine Grundreinigung für Ihre Ferienwohnung holt auch Kalk, Fett und Staub aus Ecken, die im Alltag liegen bleiben. Warum gepflegte Unterkünfte besser abschneiden, zeigt auch der Ratgeber über saubere Monteurwohnungen. Gegen muffige Luft hilft der Beitrag warum eine saubere Wohnung manchmal nicht frisch riecht.

Fazit: Fünf Sterne beginnen im Badezimmer

Gute Bewertungen entstehen durch Verlässlichkeit bei jedem Wechsel. Eine feste Checkliste, Vorrat an Bettwäsche und ein Blick mit Gästeaugen sind wichtiger als teure Ausstattung. Einmal im Jahr hilft eine Grundreinigung, den Standard zu halten.

Als die Familie in Schladming um drei Uhr die Tür öffnet, sind die Skischuhspuren verschwunden. Am nächsten Abend steht in der Bewertung nur ein Satz: alles sauber, wir kommen wieder.

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